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Schon früh muss Dagmersellen ein Wirtshaus besessen haben, dies deutet auf den Ortnamen "Selde des Dagmar" hin. Die Taverne von Dagmersellen wurde von der Herrschaft Trostberg verliehen, welche die Vogtrechte des Klosters Einsiedeln in diesen Dorf inne hatte. Als die Rechte an die Stadt Luzern übergingen, wurde erstmals in Dagmersellen ein Wirtshaus erwähnt.

Nach einem Streit 1603, begann der damalige Rössli-Wirt selber zu schlachten. 1621 entbrannte erneut ein Streit um das Rössli, betreffend das Wirtschaftsrecht. Ein Schriftstück ohne Jahreszahl, das kurz nach diesem Streit abgefasst wurde, nennt das Wirtshaus Rössli oder Wildmann, das Gotteshaus Einsiedeln ehrschätzig sein soll. Der Name "Wildmann" taucht auch später gelegentlich auf, hat sich aber nie durchgesetzt.

Jahre später, 1857, erwarb Niklaus Willimann, der bereits in Dagmersellen eine Metzgereibetrieb, das Rössli. Nach seinem Tod wurde sein Sohn F. Hunkeler ausbezahlt, dieser erbaute mit diesem Geld, gegenüber eine Metzgerei, welche heute noch besteht. Hunkeler richtete dann in der heutigen Kegelhalle eine Brauerei ein. Das Bier fand guten Absatz, so dass einen Brauerei hinter dem Rössli erbaut wurde, welches heute als Mosterei besteht.

1928 zog Hunkeler sich zurück und übergab das Rössli an Amrein-Bühler. Frau Amrein, eine tüchtige Wirtin, stammend aus der Familie des "Löwen-Wirtes", verkaufte das Rössli 1950, nach dem Tod ihres Gatten, an Anton Meier-Steinmann.

Das Rössli blieb 45 Jahre in den Händen von Familie Meier.

Im Januar 1995 wurde es dann an die heutigen Besitzer, Myrta Fuchs und Martin Bernet, verpachtet. In den darauf folgenden Jahren, verstanden es die Beiden vortrefflich, eigene Ideen und neuen Elan einfliessen zu lassen, so dass sie das Rössli ende 1998 käuflich erwarben.

 


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